Traum

Heut Nacht hat mir von Rafael geträumt. Ich war in seiner riesengroßen Wohnung, eine ganze Etage groß, nein, es war sein Haus, mit diversesten Räumen. Eine richtige Villa. Alle Räume waren alt und wunderschön – teuer. Und mit lauter versteckten Funktionen waren sie ausgestattet: Per Knopfdruck ging die Wand auf und ein Computersystem kam hervor (ganz wie so in alten James Bond-Filmen) aber es war noch nicht ganz ausgereift, es funktionierte noch nicht alles wie es sollte.
Rafael besaß total viel Kunst: ein ganzes Zimmer seines Hauses war voll mit bunter Cover-Art: alles total schöne Hüllen und Boxen und Behälter, die Regale zweimannhoch voll. Im untersten Stock war eine Dienstmagt angestellt, mit Hund, die sich um alles kümmerte, in den oberen Stöcken logierte Rafael. Und er konnte alle Musikinstrumente so gut spielen! Einmal hörte ich ihn auf der KLarinette blasen: Wow! Dieser Ton, dieses Vibrato (es klang ganz nach FReisemanagement) aus meiner Klasse. Ich wurde innerlich ganz wütend weil ich mich fragte, warum ich KLarinette studierte, wenn Rafael eh so gut spielen konnte. Er konnte nämlich auf jedem Instrument spielen. Und das in seinem Art-Raum. Ich wollte alles anschauen und zu gern hätte ich auch alle Knöpfe gedrückt und die Funktionen ausprobiert, aber das war ihm nicht so ganz recht. Ich war ihm wohl nicht ganz geheuer. War er misstrauisch, dass ich ihm vielleicht etwas zerstören könnte?

Ein Traum

Manchmal ist träumen wirklich schön. Schön, weil einem einfach ein Bild im Kopf bleibt, eine Emotion, eine Stimmung, die man nicht schwinden lassen will. Meistens sind es Träume, die sehr intensiv sind, Phasen, in denen man nicht sehr tief schläft; so wie heute in der Früh: ein Bild, das einfach zu schön ist, um es gehen zu lassen. Aber ich habe gelernt und weiß, sobald ich zu einem gewissen Grad wach bin, träume ich nicht mehr. Mir ist dann bewusst, dass es nur ein Traum war, und nicht die Wirklichkeit. Vielleicht ist es ein Wunsch von mir, irgendwo ganz tief drinnen in meinem Kopf, eine Vorstellung, eine Sehnsucht? Und so habe ich heute in der Früh einfach nur nachgefühlt, meine Erinnerungen so gut es ging ausgekostet. Ziemlich das gleiche Gefühl hatte ich schon einmal, fällt mir jetzt ein, damals träumte ich von Magdalena, einer alten Schulkollegen, die ich immer schon sehr mochte. In meinem Traum saßen wir auf der Wiese bei mir zu Hause und es war einfach nur schön. Ich kann mich jetzt auch an keine Details mehr erinnern, aber es war einfach schön.

Heute war ich in einem Kaufhaus. Oder war es ein Hotel? Es war ein Hotel. Einige andere Personen waren da, die ich kannte, auch meine Eltern. Nach dem Aufwachen hab ich mir schnell ein paar Notizen in mein Tagebuch gemacht, damit ich nicht vergesse. Möchtest du es hören? Es ist nicht viel… aber ich scheue mich, dir davon zu schreiben. Obwohl, es ist ja nur ein Traum.

NEW YORK

Eine Stadt der Gegensätze.

Eine Stadt der Fröhlichen und der Traurigen,

der Armen und der Reichen.

 

Eine verwirrende Stadt.

Groß und prunkvoll.

Der Einzelne geht fast verloren.

Einsam allein.

Allein einsam.

Und doch unter Leuten.

Die niemand kennt.

Die nicht lange bleiben.

Manche von ihnen.

 

Man finde leicht Arbeit, heißt es.

Nur. Was für Arbeit?

Stundenlang herumstehen und Flyer verteilen?

Für einen Hungerlohn?

Oder reicht es doch zum Leben?

Ist es genug für ein Dach über dem Kopf?

In dieser teuren Stadt?

 

NEW YORK – ein (Alb)traum?