Nachtigall

Was ich jetzt eigentlich noch tun sollte… und was ich gerade wirklich tue.. dieser Unterschied ist in etwa so groß wie Tag und Nacht.
Ich sollte schon längst schlafen. Oder zumindest endlich meine Bewerbungen fertig machen. Wer weiß, wie weit die Deadlines noch entfernt sind.. das weiß man ja irgendwie nie.
Aber nein. Stattdessen höre ich Respighi (https://www.youtube.com/watch?v=Qk1WtIjF9Jw) und träume vor mich hin.
Melo, meloischer, Melodie.
Ich will dieses Stück spielen! Ich habe schon so lange kein richtiges Stück mehr auf dem Klavier geübt…Manchmal reichts mir wirklich! Aber das interessiert ja keinen. Dann kan ich selbst schauen, wie ich am besten zur nächsten Schaukel finde.
Ich will über meinen eigenen Schatten springen. Diszipliniert sein, egal, ob ich will oder nicht. Mich einfach selbst überlisten, mich selbst zwingen. Warum ist mir das so selten möglich? Bin ich zu schwach? Oder sind meine Ideen und meine Gedanken zu stark? Einfach schlafen und morgen früh aufstehen, fleißig sein und mit der Sonne lächelnd in den Tag hineinstarten. Voller Energie und Lebensfreude. Gute Nacht=)

Tanze dein Leben

Ich denke Du hast Recht, Erik. Wie so oft. In so vielem. Es gibt durchaus Dinge, die mich glücklich machen und dazu gehören sicherlich auch Tanzen (wenn die Musik mir gefällt), mit Freunden lachen, den Vögeln lauschen, das Gesicht in die strahlende Sonne halten, schaukeln, im Neuschnee herumtoben… tausende Dinge eigentlich. Nur der Sinn des Lebens ist wohl doch ein viel tieferer, weiterer…

Ohne Berge gäbe es keine Täler und wo ein Schatten ist, muss auch Licht sein!

Weißt du, was mich so oft fasziniert?

Bäume!

Sie sind so groß und mächtig und wunderschön! Und sie haben eine Menge gesehen.

Christa Spilling-Nöker hat mehrere schöne Gedichte über Bäume geschrieben:

 

“Ich wünsche dir,

dass die Farbenpracht

blühender Blumen und Bäume

die Farbigkeit deiner Seele

neu belebt

und das Singen eines Vogels

in der Stille des Waldes

dich wieder neu aufhorchen lässt.

Der Duft frischer Erde,

süß riechender Blumen

und reifer Früchte

möge dich betören

und der Geschmack des Salzes,

den der Wind vom Meer her

auf deine Zunge trägt,

mögen in einem Hauch von Fernweh

versunkene Sehnsüchte in dir

wieder neu aufsteigen lassen.

Ich wünsche dir,

dass du in solchem Leben

mit wachen Sinnen erfährst,

dass Lebenslust dein Herz bewegt

und deine Zärtlichkeit

dich und den geliebten Menschen

glücklich macht.”

 

Umarme einen Baum! Dreh dich im Kreis! Werfe die Arme in die Luft! Feier das Leben!

Geh schaukeln!

Deine Danielle