Arthur

Was macht er jetzt wohl? Ist er noch bei der Stadtmission? Ist er nüchtern? Eigentlich war er ja echt nett und hat sich quasi ja bedankt bei uns.
Wie wohl sein Leben aussieht? Irgendwie sah er normal aus, also nicht wirklich heruntergekommen.. Nur sein Zustand…! War er unter Drogen? Oder war es wirklich nur Bier?
Er tat mir leid, obwohl ich wusste, dass das in dem Moment nicht wichtig war, sondern dass wir vorsichtig sein müssen.
Und wie verloren er immer wieder wirkte. Vor allem, als wir ihn „abgegeben“ haben.
Und die drei oder vier Orte, wo er hinwollte. Erst sein Freund, den er verloren hatte, dann seine Mama, wo er sich nicht traute anzurufen. Da sah er aus, wie ein kleines Kind, das etwas angestellt hatte und große Angst hatte, nach Hause zu gehen.
Und ich war echt froh, dich dabei zu haben. Allein hätte ich mich nicht mal getraut, ihn anzusprechen.
Weißt du noch, wie er so ganz plötzlich einfach aufs Gleis gesprungen ist und es dann ohne Hilfe nicht mehr geschafft hätte hoch zu klettern?
Wie es ihm jetzt wohl geht, während ich dir schreibe…?

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NEW YORK

Eine Stadt der Gegensätze.

Eine Stadt der Fröhlichen und der Traurigen,

der Armen und der Reichen.

 

Eine verwirrende Stadt.

Groß und prunkvoll.

Der Einzelne geht fast verloren.

Einsam allein.

Allein einsam.

Und doch unter Leuten.

Die niemand kennt.

Die nicht lange bleiben.

Manche von ihnen.

 

Man finde leicht Arbeit, heißt es.

Nur. Was für Arbeit?

Stundenlang herumstehen und Flyer verteilen?

Für einen Hungerlohn?

Oder reicht es doch zum Leben?

Ist es genug für ein Dach über dem Kopf?

In dieser teuren Stadt?

 

NEW YORK – ein (Alb)traum?