Geschützt: Danke!

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Der Besuch

Danke, dass du hier warst!

Es hat mich echt gefreut, dich zu sehen. Und besonders auch, dass du zu mir gekommen bist! Und dann war ich auch echt überrascht, dass du so gut gelaunt warst, so fröhlich. Wie kann man dann anders, als auch fröhlich sein? Es war eine schöne Zeit! Ich danke dir dafür.

Innerlich schwache Beine

Das hast du also mit deinem Papa besprochen. Und jetzt bist du mutig und gewappnet. Eigentlich gut. Und meine Eltern würden wahrscheinlich das Gleiche meinen. Ich hab darüber nicht mit ihnen gesprochen.

Jetzt werd ich ganz nervös – und labil.

Du zählst das immer so ab, die Zeit, in Jahren, Monaten, Wochen, Tagen, Stunden und Minuten… das mach ich nie. Das macht mich ganz schwubbelig. Abrechnungstag. Wie wenn man das Prüfungsergebnis zurück bekommt. Welche Note hast du? Hast du genug getan? Bist du gut genug? Wie war deine Leistung? Was hast du voran gebracht in all dieser Zeit? Was ist das Ergebnis? Immerhin sind es jetzt schon 1,5 Jahre. Da muss schon was passiert sein in der Zeit. Was sagt die Statistik?

Das wird also eine harte Woche. Eine wackelige. Unverblümte Kritik von der Chefin, und dann auch noch endgültiger Danielle-Talk. Und das mehr oder minder gleichzeitig – ich muss mich zusammenreißen, dass ich nicht zusammenbreche. Innerlich. Am Ende steh ich dann alleine da, ganz einsam und verlassen, auf schwachen Beinen. Zeitlos in einem leeren Raum. Ohne dich. So als wärst du nie da gewesen. Als seist du Geschichte, gestorben. Mir wird grad ganz heiß. Es steigt mir den Hals hoch. Aber wenigstens hab ich schon ein bisschen Lebenserfahrung darin. Ich lass es nicht gänzlich an mich heran. Es kratzt.

Ich hoff sehr, es geht dir besser dabei.

Einfach mal ganz anders!

Lieber Erik!

Irgendwie war ich – na ja – enttäuscht. Ein bisschen jedenfalls. Weil ich mir von dir einfach eine andere Reaktion bezüglich der drei Fotos gewünscht hätte. Irgendetwas tröstendes. Ich weiß, dass du auf diesem Workshop bist und wahrscheinlich einfach nicht groß Zeit hattest und auch nicht wirklich darüber nachgedacht hast. Und trotzdem.

Mach mir keine Vorwürfe, ich weiß, dass es mein eigener Fehler ist, weil ich komplett vergessen hatte, auf die Zusage-Email zu antworten und dann habe ich mich auch erst jetzt angemeldet. Aber mein Kopf explodiert einfach. Im November und Dezember waren Bewerbungsverfahren, im Januar die große Prüfung, jetzt die Wettbewerbsvorbereitung…

Und auch wenn es nicht nett klingt: Du warst einer der vier Personen, die bezüglich der Apfelackerakademie versagt haben. Ich hätte mich sofort angemeldet, hättest du, meine beiden Schwestern oder meine beste Freundin gesagt, dass sie mitkommen und sich auch direkt anmelden.

Ja, es stimmt. Vier Wochen mit neuen Leuten können echt eine tolle Zeit und Erfahrung sein. ABER: Wieso sollte ich diese wertvolle Lebenszeit nicht nutzen, um meine Beziehung zu einem geliebten Menschen zu intensivieren????? Deshalb hat mein  Bauchgefühl auch nicht mitgezogen und mich auch davon abgehalten, mich direkt anzumelden. Ich wollte einfach nicht schon wieder den Sommer ohne jemanden verbringen, der mir wichtig ist. Ich habe mir so gewünscht, mit meinen beiden Schwestern so etwas zu erleben, aber nein, die eine war zu bequem, sich direkt anzumelden und die andere will im JETZT leben und nichts für den Sommer planen müssen. Meine beste Freundin hätte nicht gedacht, dass es so dringend war mit der Anmeldung und du.. dir war einfach nicht klar, wie gern ich mit dir dorthin gegangen wäre. Und außerdem hast du vor einigen Jahren eh die klügere Entscheidung getroffen und demzufolge wirst du im Sommer nie Probleme haben, irgendwo beschäftigt zu sein. Du hast ja sogar etwas bezahltes für dieses Jahr!

Ich habe Mama gestern am Telefon erzählt, dass es mit der Apfelakademie nicht klappt und musste einfach so losheulen. Ich sehe es einfach nicht mehr ein, alles allein zu machen. Ohne Schwestern. Ohne Freunde.
Ich hoffe du denkst nicht, dass ich dir Vorwürfe mache. Ich weiß, dass du nichts dafür kannst. Deine Reaktion hätte halt tröstender sein können.

Irgendetwas werde ich diesen Sommer schon tun. Und wenn es halt schon wieder nicht die Apfelackerakademie sein wird…

Vielleicht ist es einfach an der Zeit, den Sommer anders zu verbringen. Im Ausland. Oder irgendwie auf Mission. Oder irgendwo zu jobben. Einfach mal ganz anders.

Arthur

Was macht er jetzt wohl? Ist er noch bei der Stadtmission? Ist er nüchtern? Eigentlich war er ja echt nett und hat sich quasi ja bedankt bei uns.
Wie wohl sein Leben aussieht? Irgendwie sah er normal aus, also nicht wirklich heruntergekommen.. Nur sein Zustand…! War er unter Drogen? Oder war es wirklich nur Bier?
Er tat mir leid, obwohl ich wusste, dass das in dem Moment nicht wichtig war, sondern dass wir vorsichtig sein müssen.
Und wie verloren er immer wieder wirkte. Vor allem, als wir ihn „abgegeben“ haben.
Und die drei oder vier Orte, wo er hinwollte. Erst sein Freund, den er verloren hatte, dann seine Mama, wo er sich nicht traute anzurufen. Da sah er aus, wie ein kleines Kind, das etwas angestellt hatte und große Angst hatte, nach Hause zu gehen.
Und ich war echt froh, dich dabei zu haben. Allein hätte ich mich nicht mal getraut, ihn anzusprechen.
Weißt du noch, wie er so ganz plötzlich einfach aufs Gleis gesprungen ist und es dann ohne Hilfe nicht mehr geschafft hätte hoch zu klettern?
Wie es ihm jetzt wohl geht, während ich dir schreibe…?

Früh am Morgen

Wer früh am Morgen
die Sonne erblickt,
denkt nicht an Kummer und Sorgen,
freut sich am Morgenrot und hüpft aus den Federn.

Lauscht den Vögeln
und dem knurrenden Magen.
Fragt sich, was wohl im Kühlschrank wartet.
Singt unter der Dusche und träumt vor sich hin.

 

Oh Mannn, Erik ich kann nicht dichten :DDDDDD
Wie geht’s dir denn so? Wir haben in letzter Zeit so wenig geteilt. Keine Mahlzeit, keine Gespräche ohne Strom. Können wir weit, weit weg von hier gehen? Weit, weit weg von der Zivilisation? Wie siehst du nochmal aus? Wie klingt deine Stimme? Und dein Lachen? Wieso ist jetzt noch nicht Weihnachten? Ich hab nämlich etwas lustiges für dich gefunden.
Schreib mir mal wieder:)