46 Tage

46 Tage

Es ist alles anders. Momentan kann ich gar nicht richtig denken. Wie das von einem Moment auf den anderen so anders sein kann! Es fühlt sich wahnsinnig gut an. Das Leben kommt wieder, so als hätte ich Jahre lang geschlafen oder unter der Erde gelebt, erwache ich mit neuer Freude, mit Lebensfreude. Alles macht plötzlich so viel mehr Sinn. Nur bin ich in der Realität noch nicht ganz da, wo ich ihn meinen Gedanken bin. Da hoff ich inständig, dass sich das möglichst bald annähert. Ich bin sehr glücklich, muss ich sagen. Das Leben packe ich jetzt am Schopf, habe ich beschlossen. Nichts kann mich halten. Wer hätte es gedacht, dass ein Entschluss so viel ausmachen kann, so viel auslösen kann, dein ganzes Leben umkrempelt. Noch bin ich nervös und gespannt. Bald hoffentlich erlöst und auf Wolke sieben. Obwohl, das bin ich jetzt fast schon. Warum vergehen die Tage nicht schneller, ich kann nicht einschlafen! Gestern noch war das Aufwachen eine Qual und ich wollte im Bett bleiben, alles war sinnlos. Jetzt kann alles nicht schnell genug gehen und es macht einfach so viel Sinn!

Dabei weiß sie noch von nichts.

Mein Entschluss aber, der steht fest. Lang hat sie nun gewartet, 46 Tage.

Ein wunderbarer Tag.

Ein wunderbarer Tag.

Heute war ein sehr zufriedenstellender Tag. Ich hab drei Stunden lang im Theater geübt, obwohl ich noch nicht ganz gesund bin, und war am Vormittag (eigentlich am frühen Nachmittag) bei unserer Nachbarin oberhalb. Ich habe mich getraut! Gott war mit mir (er stand immer hinter mir). Gut, dass mir Amadeus, der Bassist, zugeredet hat, mit den Nachbarn zu reden. Er war mein Engel, sozusagen. Reden ist immer gut. Wir haben ein paar Minuten geplaudert und nun vereinbart, dass ich bis 16:00 Uhr üben soll, danach eher nicht mehr. Ist doch wunderbar, wenn sie dann nicht klopft, sobald ich übe. Jetzt bin ich angenehm müde und im Bett. Vor Mitternacht! Mit einem Buch vor mir liegend. Wie wunderbar! Ich bin glücklich.

Kopfweh. Hab den ganzen Tag fast nichts gegessen. Ein herzhafter Snack im Flugzeug. Wohl zu wenig. Noch dazu sehr müde. Zwei Flüge hinter mir. Stress beim Umsteigen zweimal. Hat aber alles geklappt. Gott ist mit mir. Jetzt drei Stunden Zugfahren. Reisetag. Schneller Ortswechsel. Pendler. Zehrendes Leben. Zumindest eine Entscheidung hab ich heute geschafft zu treffen (wörtlich: eine Krise gelöst). Ich hab mich im Wirrwarr der deutschen Bibelübersetzungen durchgerungen und bin zu einem Entschluss gekommen. Entschlussfreudigkeit, das ist ja sonst nicht immer so meines. In manchen Dingen. Bevor nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen, entscheide ich nicht, sagt das Fluglotsentestergebnis. Zu rational bin ich. Und zu geduldig. Zu entspannt. Haha. Wie stellen die das nur alles fest, mit ihren Strichmanschkerltests? Das frag ich mich. Weil es stimmt ja.

Wirrer Text, ich weiß. Bin ich auch wirr? Entwurzelt? Ich freue mich auf das schöne Buch! Gemeinsam mit dem von Danielle wird es dann ein perfektes Leseerlebnis. Wäre nur schön, vielleicht nicht immer nur alleine zu lesen? Ich werde mir eine Checkliste machen, dann schaffe ich es, das ganze Buch mal durchzulesen. Gute Idee? Welche Übersetzung aber? Apropo Krisen, Problem und Entscheidungen: Was machen Fluglotsen den ganzen lieben Tag lang? Probleme suchen. Das hab ich sehr amüsant gefunden. Das hat der Führer durch den Arbeitsplatz so formuliert. Eschede Hauptbahnhof. Weiter gehts. Kurze Nacht heute, morgen gehts gleich wieder los.

Du tanzt und chauffierst. Was machst du wohl sonst noch so?

Ich nehme jetzt mein Buch zur Hand.

Mein Buch.

🙂

PS: Warum ist mir gerade heute auf der Straße jemand begegnet, der eine Umfrage zu seiner Bibelarbeit gemacht hat?

Ich möcht so gern

Ich möcht so gern

Ich möcht sooo gern einfach in die Natur, wandern und sich spontan in die Wiese legen; aufs frische grüne Gras, die Luft einatmen und der Natur lauschen. Durch den Wald stapfen und die Bäume beklettern. Dort, wo keine Menschen sind, eins sein mit der Schöpfung, sie bewundern. Ich hab das Verlangen, in die Luft zu schauen, den ganzen Tag im Freien zu bleiben und nichts zu tun, vielleicht sogar auch die ganze Nacht.

Dort, wo keine Menschen sind.

Kommst du mit?

Lebensmotivationskurve

Ich bin total fertig. Müde, k. o. Ich könnt mich hinlegen. Mit dem Gesicht in den Boden.
Das Telefonat war furchtbar. Es hat mich kurzzeitig irgendwie selbst zerstört. Die Aktienkurse der „Erik-Lebensmotivations-AG“ ist kurzzeitig eingebrochen auf einen Tiefststand gesunken. Ein bisschen hat sie sich gerade erholt, nachdem ich mit dir schreiben kann.