Und dann sah ich sie.

Die schneebedeckte Landschaft schob sich entlang der Fenster, die ersten Sonnenstrahlen glitzerten über den Feldern. Der Zug war halb voll und es roch leicht nach Kaffee, oder zumindest bildete ich es mir ein. Ein paar Leute plauderten in angenehmer Lautstärke. Ich verstand die Sprache nicht. Und dann sah ich sie. Dort am anderen Ende des Waggons saß sie. Einen roten Mantel hatte sie, eine bunte Haube. Hübsch sah sie aus. Die nächste Station war Nischnewartowsk. Wann genau wir dort ankamen, das wusste ich nicht. Der Zug hatte keine Anzeige, auch sagte niemand etwas durch. Man fuhr einfach, völlig zeitlos und entkoppelt. Man konnte nur schätzen, wann es soweit war. Durch die Fenster spürte man buchstäblich die Wärme der schwachen Sonnenstrahlen.

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